Zweimal 60 sekunden dauert der ungleiche Kampf -  Kirmesbesucher kämpft gegen Profiboxer – zweimal 60sekunden - im Optimalfall.  Einige geben auf, andere gehen vorher k.o. Wer das macht? Ein bundesdeutscher Durchschnitt! Vom Maulhelden bis zum Amateurboxer, vom Maler und Lakierer bis zum Physiotherapeuten - sie alle wollen es einmal wissen. 


Auf deutschen Rummelplätzen gibt es noch 2 Boxbuden. Beide gehen zurück auf den Urgrossvater von Johannes Heinen-Lemoine. Der Urgrossvater war grosser Boxfan, und als Spross einer Zirkusfamilie hatte er gleich die Idee, aus dem Hobby einen Kirmesberuf zu machen.


Vier Generationen später ist Johannes Heinen Chef im Ring.  Das Boxen liegt der Familie immer noch im Blut. Mit 6 fing Jessy an zu boxen, mit 16 stellte er sich selbst als Kirmesboxer in der Boxbude zur Verfügung. Heute ist er Präsentator, Animateur und Boxkommentator in einer Person.

Denn um sein Geschäft betreiben zu können, braucht Jessy Heinen vor allem eines: Showtalent. Jeden Abend präsentiert er den vorbeilaufenden Kirmesbesuchern seine Boxer. Und während die die Sandsäcke bearbeiten, lobt Jessy Heinen ein Kopfgeld aus – wer seine Boxer k.o. Schlägt bekommt Bargeld. Mit Kofpgeld und markigen Sprüchen  macht sich der Chef auf die Suche nach Freiwilligen für den Ring  - „Hey du, sollen wir dir die Kauleiste zurechtrücken.“  Jessy macht das seit 13 Jahren, und er weiss, wie er es schafft, dass sich Scharen von Schaulustigen vor seiner Boxbude sammeln, er weiss, wie er aus Schaulustigen freiwillige Boxer macht – er muss sie an der Ehre packen. Denn nur wenn er eine Show hat, nimmt er auch Geld ein.

Nach zwei Wochen Kirmes ist Jessy Heinen heiser, seine Boxer müssen mit Verletzungen ausgetauscht werden. Doch die Show muss weitergehen. Der nächste Rummel wartet.  Denn das Schaustellerleben ist hart. Jessy Heinen steht unter Druck – er  muss in den Sommermonaten  das Geld für das ganze Jahr  verdienen, den in den Wintermonaten ist Dürrezeit.


Wir haben Jessy, seine Familie, und den mobilen Boxclub begleitet – nach der Winterpause - bei der ersten Kirmes des Jahres. Denn der Aachener Bent hat für Schausteller eine Symbolcharakter, „der Bent“ beendet die Winterpause und die Kirmes  beendet die finanziellen dürren Monate des Jahres.


17 Tage Rummelboxen zwischen K.O. Und blutigen Nasen.

Demnächst: Kirmesboxer - Voll auf die Zwölf -  Auf ZDF Info.

 
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Raus aus den Schulden
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